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hacker
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haus (erdgesch.) phase I 

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nausikaa hacker     kreise     autopoiesis 2     ernte    (drei rauminstallationen)

















         






Nausikaa Hacker:  Drei Rauminstallationen im Erdgeschoss des ehemaligen Wohnhauses

Die Rauminstallationen kreisen um  Themen der Adoleszenz  / seelischen Entwicklung
   
   -    „Kreise“, Modellfiguren, Nylonfaden, Löcher, Öllampen
Soziale Verortung, Gruppe, drinnen und draußen

   -    „Autopoiesis 2“, Wachsfigur
Wachsfigur, die sich mit vier Armen selbst umarmt. Beleuchtung von außen durch Tageslicht oder Scheinwerfer. Dämmerlicht, Kälte.
Autopoiesis ist der Prozess der Selbsterschaffung und -erhaltung eines Systems.

  -    „Ernte“, Messing, Wärmelampe
Wesenskerne, die immer da sind und geerntet werden können.
Potential.























 









agassi
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haus (erdgesch.) phase II

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ronit agassi & dorothea seror        ausgrabungen - chafirot     חפירות


dorotheaseror.de












Ronit Agassi & Dorothea Seror  
Ausgrabungen - Chafirot     חפירות




Die israelische Künstlerin Ronit Agassi und Dorothea Seror, Münchener Künstlerin, zeigen Vorarbeiten zu einem größeren Ausstellungsprojekt, das von der israelischen Kuratorin Meira Perry Lehmann kuratiert wird. Zusammen mit ihr ist Agassi im Februar und März 2014 in der Villa Waldberta zu Gast.

In Ausgrabungen beschäftigen sich beide mit den verborgenen Anteilen, die unter ihren jeweiligen sichtbaren Biographien liegen.

Seror gräbt im wahrsten Sinne des Wortes nach allen Regeln der professionellen Archäologie im Gebäude des Isartalbahnhofs. Schnittfläche und Planum der Ausgrabungsstätte werden dokumentiert, die Funde nummeriert und archiviert.
Am 9.3.  um 18:00 zeigt Dorothea Seror in der Lecture Performance „Artefakte“ die Ergebnisse ihrer Grabungen.

Agassi Ausgrabungen stützen sich auf die glorreiche Vergangenheit die lange Tradition der archologischer Ausgrabungen in Israel.
Dort wo ein in den Kies gegrabenes X seinen Mittelpunk hat „pflanzt“ sie „Kiesblumen“
in zarten Spitzen-Behältern. Die X-Linien sind mit kleine Zuckertüten, die  jeweils mit der Fotografie von historischen Figur des Landes Israel bedruckt sind, bestückt. Die Grabungs hat eine doppelte Bedeutung, da wir nicht wirklich wissen, ob die Pflanzen ausgegraben wurden oder aus der Erde wuchsen.




Excavations - Chafirot        חפירות


The Israeli artist Ronit Agassi and Dorothea Seror, Munich artist, show preliminary work on a larger exhibition project that is curated by the Israeli curator Meira Perry Lehmann. Agassi and Perry Lehmann are in February and March 2014 guests in the Villa Waldberta.

In “excavations” both deal with the hidden units that are among their respective visible biographies.

Seror digs in the truest sense of the word according to the rules of professional archeology in one of the building of the “Isartalbahnhof”. Planum an formation of the archaeological site will be be documented, artefakts numbered and archived.
On 9.3. at 18:00  Dorothea Seror shows in the lecture performance "artifacts" the results of her excavations.

Agassi excavations draw on the glorious past the long tradition of Archaelogocal digs in Israel. In a round meeting point created by the two lines creating an X, she planted pebble plants emerging from the pebbled ground in a delicate lace containers. The X's lines will be paved by small sugar bags, each carrying the photograph of one of the country's historical government people. The dig carries a double meaning as we do not really know whether the plants were dug or they grew out of the earth.








veltjens
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haus (erdgesch.) phase II

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annegreth veltjens    about to smile













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Annegreth Veltjens
  About to smile

„A. V. verwendet als Werkstoff handelsübliche, massenhaft fabrizierte Allerweltspuppen (Barbies!), überzieht diese dann aber meist mit einer opaken, monochrom weißen Bemalung/ Beschichtung – sie selber spricht von „Haut“ - und inszeniert mit ihnen eine feine, surreale, auratische Welt, in der sie diesen Puppen, wie sie sagt, „ihre Würde zurückgibt“. Das ist sehr ernst gemeint. In dieser Welt, die behutsam inszeniert ist, findet wahrhaft eine Metamorphose mit der üblichen Barbiefigur statt.

...das führt zu einer weiteren und ganz anderen Bedeutung des Begriffes „Puppe“, der Verpuppung:
„Eine Puppe bezeichnet in der Zoologie ein morphologisch klar abgegrenztes, meist fast oder völlig bewegungsloses Übergangsstadium zwischen der Insekten-Larve und dem geschlechtsreifen Vollinsekt (Imago). Das Puppenstadium geht nach einer Häutung aus dem letzten Larvenstadium hervor und häutet sich selbst zur Imago. In jedem Fall ist dieses Stadium dadurch gekennzeichnet, dass jede Nahrungsaufnahme unterbleibt.“ (Wikipedia-Artikel)

In der Tat verwandelt die vorgenommene „Weißung“/“Häutung“ komplett das Aussehen einer Barbie. Was ihr allerdings (so ganz unbekleidet) immer bleibt, ist ihr (nun) zauberhaftes Lächeln – und natürlich ihre überaus schlanke Figur... Jetzt aber, in diese andere Welt versetzt, bekommt sie, die weiße Barbie, plötzlich eine verwirrende Ursprünglichkeit, fast Unschuld, fast Engelhaftigkeit, etwas uns Entrücktes, Mythisches, Archetypisches...

„Die frühesten Puppen waren zunächst keine Spielobjekte. Sie dienten verschiedenen kultischen Zwecken (Kultobjekt) und hatten magische und religiöse Bedeutung.“ (Wikipedia)

(aus einem Text zur Einzelausstellung „ABOUT TO SMILE“; Galerie Schwanitz, Würzburg, Nov. 2013)













hampe
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haus  phase II

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jette hampe   „der unserer anlage entsprechende reichtum“   video loop, 5:13, 2013






Jette Hampe: „Der unserer Anlage entsprechende Reichtum“ Video loop, 5:13, 2013

* 1969 in München, Studium an der AdbK bei Prof. Albert Hien und Prof. Nikolaus Gerhart, Stipendium in Paris, lebt und arbeitet in München. In Jette Hampes Installationen sind Alltagsgegenstände, organische Substanzen, Fotografie und Video in ästhetische und performative Kreisläufe und Denksysteme überführt und eingebunden.
In der Videoarbeit „Der unserer Anlage entsprechende Reichtum“ werden Potential und Grenzen eines ethischen Bewusstseins prozesshaft vorgeführt und in Frage gestellt. Im Video geht es um die Konfrontation mit Texten des antiken Philosophen Epikurs. Epikur stellt in seiner Ethik die Frage nach dem Glück (Eudämonia) und betont in Lehrsätzen und Weisungen das furchtfreie, naturgemäße, maßvolle Leben - ohne große Ansprüche, Begierden und Ausschweifungen. Seine Schüler mussten die Weisungen auswendig lernen und in allen Lebenslagen anwenden, um den Seelenfrieden zu bewahren. In dem Film, der in einem Zeitraum von zwei Jahren enstanden ist, müht sich ein Mädchen in der Vermittlung von Epikurs Sprüchen. Es steht vor wechselnden berühmten Kulissen an bekannten europäischen Orten. Aber: versteht das Mädchen den Inhalt und die Brisanz der Texte vor dem Hintergrund der aktuellen Probleme in Teilen Europas. Und: welche Werte haben dort noch Bestand, wo weiterhin eine Leben in Reichtum und Überfluss geführt wird?
„Das Auswendiglernen der Weisungen Epikurs, die er seinen Schülern zur Anwendung seiner Ethik auf alle Lebenslagen empfahl, zeigt zum einen die Möglichkeit des Tradierens von Inhalten auf, birgt jedoch auch die Gefahr einer bloßen Nachahmung, die den Zeitproblemen nicht habhaft wird. Dieser Erkenntnisprozess wird im Video auch als Zeitdokument gegenwärtig. (...) Schafft gerade die heutige Utopiemüdigkeit Raum für den Pragmatismus der epikureischen Lehre?“ (Jenny Mues)









































waehner
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haus (o.g.) phase I + II

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studenten der klasse wähner


phase I: chiona rothkegel> julia schoell> christina kopka> ariane wicht> jakob steiger> johanna priborsky> johanna kunze>

phase II: antonia schellenberger> aron herdrich> jakob steiger> johanna kunze> johanna priborsky> rachel fäth> julia schoell> ariane wicht> christina kopka> chiona rothkegel>

  
klasse-waehner.jimdo.com








Antonia Schellenberger
„LITTLE WERNER NEEDS TO FLY“


Ein Film von Antonia Schellenberger über die Kindheit Werner Herzogs und dessen Beziehungen seiner Filme auf den Ort, der seine mythische Quelle wurde und wichtigen Einfluss auf viele seiner Werke nahm.
„[...] ES WAR GROSSARTIG SO AUFZUWACHSEN, SO VOLLKOMMEN ISOLIERT VON DER AUSSENWELT. WIR ERFANDEN EINE GANZE WELT UM UNS HERUM. EIN BISSCHEN LEBE ICH NOCH IN DIESEM UNIVERSUM.[...]“
Werner Herzogs Kindheit, die er in Sachrang, einem kleinen Dorf im Priental nahe der Tiroler Grenze verlebte, spiegelt sich in vielen seiner Werke wider.
Für ihn ist dieser Ort eine fast schon mythisch verklärte Kindheitsstätte.
Um diese Verbindung von eben jenem Ort und eben jenem Menschen und deren Äquivalenz zueinander dreht sich der Film und versucht deren zeitliche Bezüge nachzuvollziehen und stellenweise aufzuzeigen.







Ariane Wicht   Kein Augenkontakt

Kein Augenkontakt Zeichnung auf Kunststoffmatte, 2012
Bei der flüchtigen Begegnung mit Menschen im öffneltichen Raum (in der U-Bahn oder auch im Museum) werden diese fragmentarisch auf Skizzen festgehalten. Diese dienen als Vorarbeit für wandfüllende lineare Zeichnungen. So sollen auch während der Ausstellung die Wände nach und nach mit Zeichnungen, die anonyme Bahnfahrer und die Ausstellungsbesucher abbilden, gefüllt werden.
















Aron Herdrich

Einfache elementarische Wände der Architektur werden aufgeriffen und dienen als Vorbild und Basis für drei Ebenen.
Zwei zusammenlaufende Wände plus die Decke oder der Boden. Die Ebenen aus dem Stoff Papier, einem typischen zweidimensionalem Element verbinden sich mit Hilfe des Baus zu einem neuen dreidimensionalem Raum. Sie bilden drei Ebenen in einem Koordinatensystem.
         









Chionia Rothkegel    
Leise schreit ich, niemand sieht mich, dennoch bin ich  
Videoarbeit, (Loop) 2013


Ein Foto wird zum Film. Durch den Zusatz von Sound entsteht eine Diskrepanz zwischen Bewegtbild und Fotografie. Fotografie, die sich in der Zeit entfaltet, aber kein Film ist und ein Film, der in der Zeit stillsteht, aber keine Fotografie ist. Das Video spielt mit den Dimensionen von Zeit-Vergänglichkeit-Ewigkeit und damit die Grenzen der eigenen Wahrnehmung zu hinterfragen.





















  


Christina Kopka



Voyage, Voyage Videoarbeit
, 2013

Die Bilder haben ihre Verbindung zu den Dingen verloren! Ewige Bahnfahrten, spielende Hunde, Linien auf Himmelblau. Ein Streit, Schreie, Gefahr! Die Überlagerung von Geräuschen und Bildern mit gegenläufigen Stimmungen setzt das natürliche Empfinden von gut und schlecht außer Kraft. Die Abstaktheit verfügt hier über die Realität der Dinge. Das Bild wird Ton und umgekehrt.











Alkoholbaby Videoarbeit, 2013/14

Darum lasst uns kämpfen – um unser Alkoholbaby! Wenn wir im Kampf um das Alkoholbaby fallen, uns Frauen mit feuchten Männerhänden packen und aus dem Dreck ziehen, sind wir der Schönheit und dem Heldentum ganz nah. Die Wahrheit findet sich dann im Riss, zwischen Schönheit und Brutalität. – Theatralisch, selbstverliebte, offene Momente.











Rachel Fäth
Raumbild (2013)

An der Decke des Raumes ist eine geöffnete Kugel befestigt, in der ein Video zu sehen ist.
Im Spiel von Flüssigkeit, Form und Farbe wird der Betrachter eingeladen, gleichsam der Tropfen, in die entstehenden Landschaften einzutauchen.
















Jakob Steiger

„eingelegt“, 2013 



von

bis

nichts als brachland

stillschweigende welten

wortverbunden aber brückenlos

der sprung geschieht im kopf

steinwurfweite gedanken

überqueren das tal

unter allem raum liegt die zeit begraben

ach

wenn man doch flügel hätte
 
luftig schöne ideen





 
                  













kunze









Johanna Kunze


Ihre Gedankengänge sind zeitweise ausgereift,
doch gefruchtet haben all die Ansprachen nicht,
in denen es darum ging endlich anzusprechen
welches Verhältnis sie zum Konsum im
Allgemeinen hegen. Gemein wollte ich in keinem
Moment werden auch nicht als ich den Mund zu
voll nahm und ihnen Rücksichtslosigkeit und
Egoismus vorwarf. Dies führte lediglich zur
Ignoranz meiner Gedankengänge sobald
ich diese äußerte.





GEDÄCHTNISVERLUST

Verloren gegangen auf dem Weg
zum Ausgang

Die Luft drückt auf Kopf und Blase
deshalb überschlägst du deine
Zunge deine Beine stehen
standhaft.

Gestern fiel dein Kopf von rechts
nach links

Angenehmer zur Befriedigung
meiner Bedürfnisse

Wenn man kurzfristig die Augen
zunähen würde könntest und
würdest du vielleicht schlafen so
wäre dann auch deiner
Gräserallergie geholfen











Julia Schoell
ICH BIN DURCH DICH DURCH (WHEN I WENT THROUGH YOU) Videoarbeit, 2013



l
I.concurrence II. Intervall III. Zwischenfall: nebenan sitzen | still halten | durchsetzen | vergewissern | got it wrong (bling bling)

Beschreibung: Die Arbeit untersucht auf performative Art und Weise die Findung einer gemeinsamen Identität in der Beziehung zwischen zwei Menschen. Entscheidend ist hier nicht die Art der Beziehung, sondern vielmehr der wechselnde Zustand der eigenen Person von Inhalt und Kontext. Die Arbeit sucht nach einer Auflösung dieser Strukturen ohne Oberflächen zu zerstören.








Johanna Priborsky

Komm zum Punkt (rette sich wer kann)

















Spuren, Strukturen, Verbindungen, also Linien ... Ich mache mir einen Plan … verwehre mir damit eine Alternative? ... knüpfe an Erinnerungen … lenke Blicke … bringe sie in Bewegung … “Bewegung löscht Erinnerung“ … “du bist, woran du dich erinnerst“ … lösche ich das SEIN? ... das Gewesene? ... bin ich Nichts, wenn ich mich bewege? ... Wie funktioniert das System … Wer findet? ... Wer sucht?














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